Irgendwie kamen wir in diesem Jahr nicht richtig in den Reisemodus. Uns war es zu heiss, auch war uns das Mittelmeer mit seinen schlechten Windverhältnissen verleidet. Wir sprachen nur noch davon was wir alles unternehmen würden, wenn wir zurück in Holland sind. Die Liste wurde immer länger. Aber bis dahin hatten wir noch einige Stationen vor uns. Also weiter der Küste entlang, mit ihren Bettenburgen und langen Sandstränden. Das gute war, dass alle Häfen die wir über Navily reservierten, Platz hatten, wenigstens diese Sorge hatten wir nicht. Also weiter !
Bei verschiedenen Törns haben wir sehr früh abgelegt, da war es schon einmal kühl.

Von Torrevieja ging es weiter nach Calpe, ein teurer Hafen, 1 Nacht 98.65 Euro da blieben wir auch nur 1 Nacht.  Am nächsten Tag zogen wir bis Denia, der Ort ist sehr touristisch, aber trotzdem noch schön. Die Hauptgasse sieht der Rambla von Barcelona die mit Bäumen beschattet wird ähnlich. Wir warteten bis der Wind passte, um nach Gandia zu segeln. Bis jetzt hatten wir den Wind immer auf der Nase, also wieder Motor einschalten, das machte uns keinen Spass mehr. Doch wie könnte es auch anders sein, segeln mit Motor Unterstützung bei 4 Knoten Wind. In Gandia erwarteten uns Bekannte aus dem letzten Jahr, Maria und Monty, wir blieben 6 Tage im Hafen. Am 23 Juni wurde Noche de San Juan gefeiert, überall am Strand haben die Einwohner Feuer entfacht. Das ist eine traditionelle Feier und markiert den Beginn des Sommers. Eine riesen Party die ganze Nacht.

Nach einem gemeinsamen Abendessen mit unseren Bekannten ging es für uns weiter. Auf die nächste Station freuten wir uns besonders, Valencia hat uns im letzten Herbst schon gefallen. Nach Valencia begann für uns Neuland, die Strecke die vor uns lag kannten wir noch nicht. Die erste Station war Castellon de Plana , dort war auch ein grosses Fest mit Umzügen und Stierkampf. Die Umzüge waren sehenswert, doch bei den Stierkämpfen waren wir nicht dabei, so etwas möchten wir gar nicht sehen.

Über den ruhigen kleinen Ort Benicarlo ging es nach Cambrils. Eine richtige Touri Hochburg. Von da aus nach Vilanova und nach el Masnou das weiter westlich liegt, in der Nähe von Barcelona und über eine Zug Verbindung in die Grossstadt verfügt. Das Wetter in Katalonien ist nicht so stabil wie in Andalusien, also blieben wir ein paar Tage und besuchten noch einmal Barcelona. Aber bei diesen Menschen Mengen bekam man fast Angst. Am Nachmittag hatten wir genug vom Lärm und dem Gedränge und fuhren zurück nach el Masnou.

Wir hatten auch noch ein paar Telefonate zu erledigen, der Termin Plan für den Rücktransport der Akira hatte sich um fast 2 Monate nach vorne verschoben. Also mit dem Transporteur und den Häfen neu verhandeln. Unsere Absicht war noch in Palamos und Roses einen Stopp einzulegen und dann direkt in ca. 24 Stunden über den Golf von Lion zu segeln. Was wir bei gutem Wind auch machten, endlich einmal segeln, das war unser Wunsch, der sich auch erfüllte.

So erreichten wir am 14. Juli Port Napoleon, in der Camargue. Tja was soll man dazu sagen, Mücken ohne Ende, stinkendes stehendes Wasser, weit und breit nichts als der Hafen. 45 Minuten zu Fuss in den Ort Port Saint Louis, der auch nicht schöner ist als der Rest,. aber die Schiffsausrüster sind top.

Am 18 Juli wurde die Akira für den Transport vorbereitet, Mast und Baum weg Reling abbauen Bimini und Sprayhood runter,  die Arme sieht ziemlich trostlos aus, ein Segelboot ohne Mast, nicht schön.

Am Montag den 21 Juli wurde die Akira auf den LKW der Firma van de Wetering aufgeladen, um 13 Uhr ist der Chauffeur Ron und das Begleitfahrzeug mit Alex am Steuer losgefahren. Wir sind mit dem Taxi nach Marseille und blieben eine Nacht in der Stadt. Beim erkunden merkten wir schnell dass es nicht unsere Lieblingsstadt ist, diese Menschen Massen und Lautstärke war beängstigend. Auch die Tatsache dass es eine der gefährlichsten Städte sei, bewegten uns dazu, das Hotel beim einnachten nicht mehr zu verlassen, die kleinen Seitengassen sahen auch nicht einladend aus, die Geschäfte alle verriegelt und verrammelt. Musste nicht sein, am nächsten Tag hatten wir noch genug Zeit uns umzuschauen, bevor das Flugzeug uns nach Hause brachte.


Am 22. Juli abends in Schinznach – Dorf angekommen und am 24 Juli in der Nacht nach Lelystad  gefahren, um 9 Uhr am morgen wurde die Akira eingewassert , der Mast gestellt und soweit bereit gemacht dass Marcel mit ihr nach Katwoude in unseren Hafen fahren konnte. Noch eine Schleuse und über das Ijsselmeer nach Hause.

Im Moment sind wir noch in Holland und machen die Akira wieder Start klar.
Aber davon das nächste Mal.